Wushu

Taiji – Xing Yi – Bagua

Wushu
Wushu ist der Überbegriff für alle Kampfkünste aus China. Wushu ist unterteilt in Inneres und Äußeres Wushu. Bei Programm im Park werden die Stile des Inneren Wushu unterrichtet.

Inneres Wushu

Beim Inneren Wushu wird die Innere Kraft des Körpers kultiviert. Im Gegensatz zur Muskelkraft, wird diese Innere Kraft auch Sehnen-Kraft genannt. Es ist dem Körper von Außen nicht anzusehen, wieviel Innere Kraft er besitzt.
Inneres Wushu beinhaltet die drei Stile Taiji, Xing Yi und Bagua.

 


 

Taiji
Das Taiji ist der Bekannteste der drei Stile des Inneren Wushu. Der vollständige Name ist Taijiquan.
Taiji bezeichnet die Polarität aller Dinge, wie sie im Yin und Yang Symbol dargestellt wird und ist ein Begriff aus der Daoistischen Philosophie. Durch das Anhängen der Silbe Quan (Faust), wird der Begriff als Name einer Kampfkunst erkennbar.

Xing Yi
Xing Yi kann mit gerichteter Wille übersetzt werden; wörtlich: Xing (Form) Yi (Geist). Auch hier wird Quan (Faust) angehängt , um den Begriff der Kampfkunst zuordnen zu können. Xingyiquan.
Das Xing Yi ist wie das Taiji mit der Daoistischen Philosophie verbunden. Es basiert auf den Prinzipien der Wu Xiang (Fünf Wandlungsphasen/auch Fünf Elemente-Theorie genannt): Metall, Holz, Feuer, Wasser und Erde.
Während die beiden Pole des Taiji, die im gesamten Kosmos vorherrschenden Kräfte und Gesetzmäßigkeiten der Polarität darstellen, bilden die fünf Wandlungsphasen den Kreislauf der Natur. Diese Gesetzmäßigkeiten lassen sich auf den Menschen oder auch auf andere Prozesse übertragen.

Bagua
Bagua ist das Bindeglied zwischen Taiji und Xing Yi. In der Daoistischen Philosophie wird durch Acht Zeichen, das Bagua (Ba (Acht) Gua (Zeichen)), die Stellung des Menschen zwischen Himmel/Kosmos und Erde Symbolisiert.
Für den Begriff, der die Kampfkunst bezeichnet, wurde in diesem Falle die Silbe Zhang (Hand) angehangen. Hierdurch wird die Bedeutung der geöffneten Hände herausgestellt, die ein Erkennungsmerkmal des Baguazhang bilden.

 


 

Taijiquan – Xingyiquan – Baguazhang
Das Taijiquan hat weltweit die größte Verbreitung der Inneren Stile erfahren. Die Bewegungen sind weich, fließend und werden meist langsam ausgeführt. So wurde dieser Stil u.a. eine sehr beliebte Präventionsmaßnahme für die Gesundheit, Beweglichkeit und geistige Klarheit.
Das Xingyiquan hingegen ist mit seinen kurzen und explosionsartigen Bewegungen als das Gegenstück zum Taiji zu sehen. Übt man jedoch beide Stile, können die beiden Aspekte der Weichheit und der Explosivität eine kraftvolle Verbindung eingehen.
Das Baguazhang ist das Bindeglied zwischen den kosmischen Aspekten des Taiji und den irdischen Aspekten des Xing Yi.
Es lebt vom ständigen Wandel zwischen fließend und explosiv, vom Wechsel der Richtungen, vom Nachgeben zum Vorstoßen, vom Stich zum Hebel oder zur Fußtechnik.

 


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